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Heute ist ein besonderer Abend in der O2 World Arena. Nicht nur, dass die Freezers nach der Länderspielpause ihre Bilanz von 5 Siegen in Serie ausbauen wollen, heute wird auch noch der 10. Geburtstag gefeiert. Am 12.11.2002 spielten die Freezers erstmals in der Hansestadt und gewannen diesen Krimi damals nach Verlängerung gegen die Kölner Haie mit 5:4. Heute, gute 10 Jahre später, ist der perfekte Moment, dieses Jubiläum zu krönen.

Zu Gast ist der  Tabellenfünfte, die Straubing Tigers. Die Tigers konnten zuletzt ebenfalls eine Siegesserie starten und stehen bei nun 3 Siegen am Stück. Am Dienstag gewannen die Niederbayern ein Nachholspiel vom 10. Spieltag mit 5:3.

Das heißt, dass auf jeden Fall eine erfolgreiche Serie reißen wird.

Das erste Duell konnte Straubing vor heimischen Publikum mit 3:1 gewinnen. Ein Grund mehr, dass man sich heute den 6. Sieg in Serie schnappen will, um sich an die Tabellenführung dran zu hängen.

Interessant wird natürlich sein, ob das Powerplay der Hamburger noch immer so gut funktioniert. Lange Zeit stand man am Ende der Überzahlwertung, jedoch wurden in den vergangenen Spielen einige Treffer in Überzahl erzielt. Derzeit rangiert das Team in der Wertung auf Platz 9. Ähnlich gut ist auch das Powerplay der Straubinger, die nur einen Rang vor den Freezers stehen.

Auch in Unterzahl konnte man sich zuletzt verbessern und steht jetzt auf den 12. Rang dieser Wertung. Dort stehen die Straubinger ebenfalls einen Platz vor den Freezers und sind somit auf Rang 11.

Beide Teams konnten bislang 3 Tore in eigener Unterzahl erzielen und kassierten auch diese Anzahl an Treffern bei eigener Überzahl.
Das verspricht einiges an Spannung, was die Special-Teams angeht.

Hamburg stellt mit Jerome Flaake, Brandon Reid und Matt Pettinger drei Spieler in seinen Reihen, die bereits 15 Scorerpunkte erzielen konnten
Bester Torjäger ist noch immer Jerome Flaake mit 7 Treffern.

Bei Straubing ist Blaine Down das Maß aller Dinge. Mit 22 Scorerpunkten ist er zudem auch der beste Scorer der Liga. Carsen Germyn und Andy Canzanello haben als folgende Spieler gerade einmal die Hälfte der Punkte.
Mit 11 Treffern ist Blaine Down ebenfalls der beste Torjäger bei den Niederbayern.

Bei den Freezers werden nach wie vor Aubin und Westcott ausfallen, Murphy hingegen kehrt nach seiner vierwöchigen Verletzung wieder ins Team zurück.
Die Straubing Tigers können aus dem Vollen schöpfen, jedoch müssen zwei Spieler auf der Tribüne Platz nehmen. Das werden voraussichtlich wie am Dienstag wieder der Angreifer Dustin Whitecotton und der Verteidiger Calvin Elfring sein.

Sollte man an die letzten Leistungen anknüpfen können, kann das heute ein ganz heißer Tanz werden. Straubing stellt mit Jason Bacashihua einen der besten Goalies der Liga, auch deswegen darf man heute nicht fahrlässig mit den Chancen umgehen.
Offen hingegen ist, wer bei den Hamburgern im Gehäuse stehen wird.

Auch heute hört ihr das Spiel wie gewohnt ab 19:15 Uhr live über www.radio-planetice.de oder ihr verfolgt es über den Liveticker. Wahlweise empfangt ihr uns auch über die App für Android-Smartphones oder iPhone und seid so immer auf dem neuesten Stand.

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Am Sonntag den 04.11. empfingen die Hamburg Freezers im Topspiel des 18. Spieltages den Tabellendritten aus Ingolstadt. Nachdem das erste Spiel deutlich mit 2:5 verloren ging, war für jeden klar, worum es an diesem Tag ging.

Hochmotiviert, mit 4 Siegen am Stück, gingen die Männer von Trainer Benoit Laporte in die Partie – vielleicht zu motiviert. Bereits nach 134 Sekunden hatten die Hansestädter drei Strafen gezogen und waren somit sogar etwas mehr als zwei Minuten in doppelter Unterzahl.
Doch das alles brachte den Panthern nicht viel, der erneut starke Rückhalt der Hamburger, Niklas Treutle, parierte mehrfach einige starke Möglichkeiten.
Kurz darauf sollten die Freezers sich in Überzahl versuchen dürfen, doch Ingolstadt nutzte einen 2 auf 1 Konter, nach einem sehr ungenauen Pass in der Angriffszone der Hamburger, zum 0:1. Tyler Bouck schnappte sich die Scheibe im Verteidigungsdrittel der Panther, und legte mustergültig rüber zu Björn Barta, der die Scheibe unhaltbar im Kasten der Freezers versenken konnte.
Unbeeindruckt spielte Hamburg weiter nach vorne. Abgesehen von den Über- und Unterzahlsituationen, konnte Ingolstadt nicht einmal in den ersten 10 Minuten auf das gegnerische Tor schießen. Und so war es eine Frage der Zeit, dass die Freezers zum Ausgleich kommen. Nach mehreren Chancen war es Kevin Schmidt, der in der 10. Minute einen Abpraller verwerten konnte. Da störte es ihn auch nicht, dass neben Ian Gordon gleich zwei weitere Panther vor beziehungsweise im Tor lagen.
Bis auf einige kleinere Möglichkeiten, einen wirklich sehenswerten Move von Jamie Benn und zwei noch eher harmlosen Powerplays für Hamburg, ging es dann in die Kabine.
Und wie bereits am Freitag, konnten die Hamburger schon nach nur 49 Sekunden im zweiten Abschnitt das 2:1 erzielen.
Matt Pettinger schnappte sich die im Slot springende Scheibe, die der erneut starke Mathieu Roy zuvor auf das Tor brachte und schloss aus der Drehung durch die Schoner von Gordon ab. Wieder ein Powerplaytor für die Freezers.
Doch die Ingolstädter waren völlig unbeeindruckt und konnten nur 37 Sekunden später wieder auf Gleichstand stellen.
Thomas Greilinger konnte nach dem direkten Bullygewinn von Derek Hahn sein 7. Saisontor erzielen. Über die linke Seite marschierte er fast bis zur Grundlinie durch und schlenzte die Scheibe aus sehr spitzem Winkel an Treutle vorbei ins Tor.
Doch schon 3 Minuten später gab es die erneute Chance im Powerplay, die Reid in der 25. Minute zum 3:2 verwertete. Nach einem wunderschönen Pass, den Pettinger über die halbe Zone zu Reid spielte, schloss der Kanadier per Direktabnahme ab und konnte seinen 5. Saisontreffer markieren. Ian Gordon hatte da nahezu keine Abwehrmöglichkeiten.
Und auch in der  34. Minute sollte der Schlussmann chancenlos sein. Jerome Flaake schnappte sich den Pass von Bettauer am rechten Bullykreis, fuhr ein paar Meter mit der Scheibe und spielte sie scharf vor das Tor. David Wolf brauchte nur noch seinen Schläger hinhalten, und der Puck schlug vom Schoner zur 4:2 Führung im Gehäuse der Panther ein.
Auch eine weitere Unterzahlsituation sollte es noch geben aber wieder hatten die Panther keine Möglichkeit, einen Torerfolg zu feiern. Zwei, drei gefährliche Chancen gab es allerdings und so flog zum Beispiel der Schuss von Michel Périard hauchzart am Gestänge vorbei.
Viel geschah im zweiten Abschnitt dann nicht mehr.
Es sei aber noch erwähnt, dass man zu diesem Zeitpunkt das letzte Mal in Unterzahl gewesen sein sollte und man der Powerplaystärke von Ingolstadt keine Chance ließ. Waren es im ersten Spiel noch 4 Tore, die die Panther in Überzahl erzielen konnten, gab es dieses Mal keinen Erfolg zu feiern.

Das letzte Drittel war dann mehr körperbetonter. Feldvorteile hatte zwar der ERC, allerdings sprang nichts zählbares mehr dabei heraus. Wenn die Panther die Freezers zumindest spielerisch nicht mehr großartig zum Zug gekommen lassen haben, scheiterten sie reihenweise am bärenstarken Niklas Treutle, der sich am Ende auch zurecht die Auszeichnung zum besten Spieler verdient hatte.

Jedoch sollte das Team und die Fans der Hamburger noch ein wenig Spektakel zu sehen bekommen. Kurz vor Schluss scheiterte Jerome Flaake beim Passversuch für das empty net goal, im Nachsetzen konnte Jakobsen die Scheibe dann doch noch zum völlig frei stehenden Dolak spielen und der erzielte entsprechend in der 58. Minute den Treffer zum Endstand von 5:2.
Leider gab es nur 16 Sekunden später eine noch sehr unschöne Aktion zu sehen. Timothy Conboy checkte Kapitän Christoph Schubert höchst unsportlich von hinten, jene Spieler lieferten sich anschließend noch eine kleine Faustkampfeinlage.
Zwar war es der Ingolstädter, der zumindest diesen Abschnitt gewann, die Bestrafung allerdings freute ihn dann wohl weniger.
Schubert bekam lediglich 2 Minuten, Conboy durfte frühzeitig duschen gehen und bekam völlig zurecht eine Spieldauerdisziplinarstrafe.
Möglicherweise war das eine Racheaktion für das Hinspiel, denn dort checkte Schubert völlig überflüssig in eigener Überzahl den Ingolstädter John Laliberte, der daraufhin auch für ein paar Spiele verletzt ausfiel. Schuberts Matchstrafe wurde anschließend allerdings vom Ausschuss der DEL aufgehoben.

Das war dann auch die letzte, nennenswerte Aktion des Spiels und Hamburg gewann verdient mit 5:2. Letztlich vielleicht ein Tor zu hoch, allerdings hat man sich spielerisch den Erfolg hart erarbeitet. Beide Teams waren zu jeder Zeit präsent und Hamburg zeigte, warum sie bei 5 gegen 5 zu einer der besten Mannschaften der Liga gehören.
Wie im Vorbericht erwähnt, wird es wichtig sein, dass die special teams funktionieren und so war es auch. Hamburg konnte 2 seiner 5 Überzahlsituationen nutzen, kassierte allerdings ein short-handed-goal. Ingolstadt hingegen war bei ebenfalls 5 Versuchen ohne Chance, entsprechend zufrieden können die Hamburger mit ihrer Leistung sein.

Interessant wird es nun natürlich werden, ob die Freezers nach der Länderspielpause an ihre Serie von 5 Siegen am Stück anknüpfen können.  Am Freitag, den 16.11.2012 um 19.30 Uhr, empfängt man zuhause in der o2 World Hamburg die zuletzt starken Straubing Tigers.

 

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Vorschau auf den 18. Spieltag gegen den ERC Ingolstadt

Verfasst am 04.11.2012 von Julian

Nach dem erschreckend schwachen Auftritt am 5. Spieltag in der Saturn-Arena, wollen die Freezers Wiedergutmachung betreiben. Das Spiel am 28.09.2012 ging klar mit 5:2 an die Panther.

Mit einer konzentrierten Teamleistung, sollte mindestens ein Punkt drin sein. Die Auswärtsstärke der Panther sollte man auch nicht außer Acht lassen. Insgesamt gewann man fünf der acht Auftritte auf fremden Eis.
Ein Sieger ist daher tendenziell nur schwer vorherzusehen.

Ein wichtiger Faktor in diesem Spiel, werden die special teams sein. Da man in der ersten Begegnung 4 der 5 Tore in Unterzahl kassierte, weiß man durchaus bescheid, wie stark das Überzahlspiel der Ingolstädter ist. Mit knapp 23 %, stellen die „Schanzer“ auch das zweitbeste Überzahl der Liga.
Zuletzt hat das Unterzahlspiel, abgesehen vom Ausrutscher in Düsseldorf, jedoch ganz gut ausgesehen und somit sollte man gerüstet sein.
Auch das Powerplay funktioniert langsam besser. In der ligaweiten Statistik, konnte man sich in den letzten Spielen von Platz 14 auf Platz 11 vorschieben.
In Unterzahl liegen die Hamburger nach wie vor auf dem letzten Rang und Ingolstadt belegt Platz 9.

Die Ergebnisse der letzten Spiele, lassen auf ein attraktives Spiel hoffen. Ingolstadt konnte ihre letzten zwei Begegnungen gewinnen. Am Mittwoch siegte man mit 3:5 bei den Grizzly Adams Wolfsburg und am Freitag war man mit 3:2 über die Krefeld Pinguine erfolgreich.

Hamburg konnte gar die letzten 4 Partien gewinnen und das mit einem durchaus beeindruckenden Torverhältnis von 19:10. Insgesamt holte man 11 von 12 möglichen Punkten.

Hamburg stellt mit Jerome Flaake in seinen Reihen den stärksten Torjäger. Bislang konnte er sieben Mal ins Tor des Gegners einnetzen. Topscorer des Teams ist ebenfalls Flaake mit 14 Punkten.
Bei Ingolstadt sind Thomas Greilinger und Joe Motzko die besten Torschützen, beide konnten jeweils sechs Tore erzielen.
Topscorer ist ebenso Greilinger, mit 15 Punkten.

Bei den Freezers fehlen neben den langzeit Verletzten Aubin, Westcott und Murphy, noch immer Collins und voraussichtlich Möchel, der sich am Mittwoch eine Verletzung im Adduktoren- und Leistenbereich zugezogen hat.
Ingolstadt hingegen kann mit einem kompletten Kader anreisen.

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Rückblick über die Bayernwoche

Verfasst am 04.11.2012 von Julian

Da ich die Möglichkeit hatte mit RPI die Woche bei den Spielen in Bayern zu verbringen, sind natürlich auch einige Eindrücke entstanden. Diese möchte ich dann gerne in Form von Zusammenfassungen mit euch Fans und Zuhörern teilen.

 

Nachdem das erste von drei Auswärtsspielen recht souverän in Wolfsburg gewonnen werden konnte, ging es am Mittwoch und Freitag zu zwei Partien in den Süden.

Am 31.10. mussten die Freezers in München antreten. Da in der Vergangenheit nur wenig zählbares aus München mitgenommen werden konnte, bestand natürlich schon vor der Begegnung eine gewisse Skepsis. Diese nahmen die Hamburger leider ebenfalls mit in die Partie und so konnte München direkt mit dem ersten Angriff in Führung gehen. In der 3. Minute kam der EHC über links ins Drittel, legte die Scheibe quer auf die andere Seite und Buchwieser ließ sich nicht zwei Mal bitten, den Puck im Kasten von Niklas Treutle zu versenken. Obwohl die Scheibe beim Pass noch abgefälscht wurde, lag sie mustergültig zum Einschießen bereit.
In der Folge zeigte sich Hamburg ein wenig beeindruckt und brachte nicht ganz so viel zustande.
Als dann Jamie Benn im Slot stehend die Scheibe eroberte, schlenzte er sie aus der Drehung ins lange Eck in den Winkel. Ein absolutes Traumtor, denn gesehen hat er nichts, das war reines Gefühl, welches unser NHL-Star zum Torerfolg brachte.
Bezeichnend für die Partie, war das auch der erste ernst zu nehmende Angriff der Hamburg und das in der 8. Minute.
Von nun an sollten die Freezers zumindest häufiger an der Scheibe sein, allerdings fand das Spiel hauptsächlich hinter dem Tor der Münchener statt. Auch Torchancen waren im ersten Abschnitt eher Mangelware und so ging das erste Drittel durchaus ausgeglichen zu Ende.

Das zweite Drittel begann eigentlich so, wie das erste aufgehört hat. Hamburg im Körperspiel ein wenig präsenter, den Puck im Angriff gut abschirmend, allerdings mit nur wenig Chancen, um zum Torerfolg zu kommen.
Und es kam dann, wie es oftmals im Sport kommen muss. München geht in die Offensive und versucht über Petermann zum Tor zu kommen. Treutle konnte die Scheibe noch abwehren, nachdem ihm Jakobsen dann aber mehr oder weniger den Helm vom Kopf riss, war er machtlos gegen das 2:1 von München. Kompon sprang die Scheibe gegen den Körper und von dort aus rutschte sie ungehindert ins Tor. Die Münchener versuchten von nun an den Ton anzugeben, kamen zu einigen gefährlichen Chancen, die allerdings der gut aufgelegte Goalie in unserem Tor abwehren konnte.
Beeindruckten Hamburgern fiel zu diesem Zeitpunkt nicht mehr viel ein und somit war die Sirene zum Drittelende die Pause, die die Jungs jetzt brauchten.

Diese sollte sich auch gleich auszahlen. Mehrfach kamen die Freezers gefährlich vor das Münchener Tor, doch mit zwei wirklichen herausragenden Paraden konnte Jochen Reimer die Führung für die Münchener festhalten. In der 47. Minute war es dann aber soweit. Der Druck hat sich ausgezahlt und Mathieu Roy kam zu seinem 2. Saisontor.
Einen Pass aus dem linken Bullykreis von Festerling, schien Roy nur für einen Rebound zum Tor bringen zu wollen, jedoch rutschte sie so verdeckt auf den Kasten, dass sie Reimer zwischen die Beine ging.
Glück hatten die Freezers dann aber im direkten Gegenzug, als München eine Riesenchance liegen ließ.
Spätestens jetzt wusste nun jeder im Team, worum es heute ging. Nur drei Punkte zählen und diese versuchte man sich jetzt mit Kräften zu erarbeiten. Gefährlichere Chancen waren zwar vorerst nicht zu entnehmen, jedoch war das Team näher an der Führung dran, als an einem erneuten Rückstand.
Als Jochen Reimer den Puck in der 55. Minute scheinbar sicher mit den Schoner nach links abwehren konnte, war es abermals Jamie Benn, der mit einem exzellenten Tor die erste Führung der Freezers erzielen konnte.
Pettinger brachte die Scheibe zum Tor und Benn konnte sich lösen. Fast an der Grundlinie stehend schaute er sich seine Mitspieler aus, von denen keiner wirklich schussbereit anspielbar war, also versuchte er es selber und fand die Lücke zwischen den Beinen vom Goalie der Münchener.
Diese Führung sollte auch bis zum Ende bestand haben, auch wenn München in den letzten Minuten einen 6. Feldspieler gegen den Goalie wechselte.

Im Großen und Ganzen ein verdienter Sieg, den man unter der Kategorie “dreckig“ verbuchen kann. Das Powerplay beider Teams war nahezu harmlos und so war es auch wenig verwunderlich, dass alle 9 Situationen des Spiels ungenutzt blieben. Der Grundstein zum letzten Auswärtsspiel vor der Deutschland-Cup Pause war zumindest gelegt.

 

Zur zweiten Begegnung in der Bayernwoche ging es zu den Panthern aus Augsburg. Diese haben zuletzt das absolute Gegenteil von den Freezers aufs Eis gebracht und so gingen die letzten drei Partien verloren. Die Panther waren natürlich motiviert, diese Serie zu brechen und vor heimischen Publikum den lang ersehnten „Dreier“ einzufahren.
In den letzten drei Spielzeiten konnten die Freezers je ein Spiel in Augsburg gewinnen.

Zu Beginn des Spiels kamen die Panther mit viel Speed aus der Kabine. Offensichtlich war man sich bewusst, was eine weitere Niederlage bedeuten würde. Man merkte schnell, dass dies hier eine andere Begegnung werden würde, als zwei Tage zuvor in München.
Schnelle Spielzüge und Pässe sorgten dafür, dass die Verteidiger des Öfteren einen Schritt zu weit vom Gegenspieler weg waren, allerdings konnte Augsburg keine der Möglichkeiten nutzen. Es kam sogar noch dicker – nachdem Hamburg kurz zuvor einen schönen Angriff nicht aufs Tor bringen konnte, war es mal wieder Jamie Benn, der in der 5. Minute den ersten Treffer für die Mannschaft erzielen konnte. Alleine gegen T. J. Trevelyan konnte Benn den Schuss über die Vorhand antäuschen, mit welcher er dann auch den wieder genesenen, allerdings nicht top fitten, Patrick Ehelechner bezwingen konnte. Es sollte nicht der letzte „Bock“ sein, den sich der Augsburger Schlussmann einfängt. Durch die Beine rutschte ihm die Scheibe dort.
Nachdem Hamburg das erste Powerplay des Spiel ungenutzt ließ, war es weiter Augsburg, die das Spiel im noch immer nicht fertig gestellten Curt-Frenzel-Stadion gestalteten. In der 9. Minute konnte sich dann Stephen Werner über die linke Seite durchsetzen und schoss auf den Kasten von Niklas Treutle. Den von Kyle Helms abgefälschten Schuss, konnte der Hamburger Schlussmann noch abwehren, den Rebound netzte allerdings Ex-Freezer Chad Bassen bei angezeigter Strafe unhaltbar ein. Der Ausgleich war keinesfalls unverdient.
Hamburg zeigte sich wenig beeindruckt vom schnellen Ausgleich, hatte allerdings vorerst keine passende Antwort parat. Als Zeiler dann auf Seiten der Augsburger auf die Strafbank musste, dauerte es ganze 30 Sekunden, bis Hamburg die erneute Führung erzielen konnte. Brandon Reid erkämpfte sich die Scheibe ganz stark gegen Helms und legte sie an die blaue Linie zu Roy, dieser konnte Ehelechner dann nach einem Doppelpass mit Pettinger überwinden – durch die Beine…
Vielmehr passierte in diesem Drittel auch nicht. Nach dem zweiten Rückstand waren die Panther offensichtlich sehr beeindruckt über die Gegenwehr der Hansestädter.
Mit dem ersten Angriff im zweiten Abschnitt konnten die Freezers die Führung gleich ausbauen. In der 21. Minute war es Jakobsen, der die Scheibe rechts von der Grundlinie ganz scharf vor das Tor spielte, wo Oppenheimer goldrichtig stand und die Kelle hin hielt. Auch dieses Mal rutschte dem Goalie die Scheibe durch die Schoner, allerdings war er dieses Mal machtlos.
In der Folge machte Hamburg weiter sehr viel Druck, von Augsburg kam eigentlich keine Gegenwehr mehr. Vier Minuten später setzt sich Krämmer stark hinter dem Tor durch und zieht von da aus vor das Tor. Den Schuss kann Ehelechner noch mit der Brust abwehren, allerdings fehlt ihm beim Rebound gegen Jakobsen das Glück und dieser krönt seine brillante Leistung mit einem Tor.
Die nächsten fünf Minuten blieben recht ereignislos, bis Oppenheimer wieder die Scheibe bekam, die Augsburgs Schlussmann aber stark parieren konnte. Im selben Angriff zog Nico Krämmer eine Strafe wegen Behinderung, kurz darauf durfte sich auch Benn zu ihm gesellen. Somit hatte Augsburg runde anderthalb Minuten die Möglichkeit, das Ergebnis positiver zu gestalten. Allerdings war das Überzahlspiel ziemlich harmlos und Hamburg konnte wieder zu viert angreifen. In den restlichen Sekunden war es dann aber Rob Brown, der mit einem starken Schlagschuss an Treutle vorbei kam. Die Freezers waren mit dem Tor wieder komplett und Augsburg zeigte Reaktion auf den Treffer. Sie waren bemüht weiter heranzukommen und scheiterten kurz hintereinander zweimal an Treutle. Als die Reihe der Hamburger zum Wechseln fuhr, ging Oppenheimer noch über links in die Zone, um den Verteidigern Zeit zu geben, sein Schuss auf den kurzen Pfosten hatte Ehelechner jedoch völlig falsch eingeschätzt und er rutschte einen Schritt nach links, sodass der Puck völlig unbehindert einschlagen konnte. Dieser Fehler wird Augsburg jetzt nun wohl das Spiel gekostet haben, denn jetzt kam gar nichts mehr in diesem Drittel.
Im letzten Drittel zogen die Augsburger schnell zwei Strafen und waren somit etwas weniger als eine Minute in doppelter Unterzahl. Allerdings konnte man deutlich erkennen, dass neben der gewohnten Schwäche in Überzahl, auch nicht mehr die letzte Konsequenz aufs Tor gesucht wurde. Somit konnten die Fuggerstädter unbeschadet wieder mit fünf Mann eingreifen. Auch waren es die Panther, die in der Frühphase des Drittels Akzente setzen konnten. Offensichtlich hat man sich doch noch nicht geschlagen gegeben und wollte aufs dritte Tor setzen. Jedoch wurden sämtliche Angriffsversuche der Panther gestoppt, nachdem sie sich das zweite Mal eine überflüssige Bankstrafe eingehandelt haben, wegen zu vielen Spielern.
Und die Freezers sollten das Powerplay heute mit einem weiteren Treffer krönen. David Wolf war es in der 49. Minute, der den Rebound von Köppchen aus der Luft mit der Rückhand verwerten konnte.
Nun resignierten die Augsburger endgültig und Hamburg spielte die Zeit gekonnt zu Ende. Gefährliche Möglichkeiten gab es auf Augsburger Seite keine mehr, bei den Hamburgern scheiterte Benn mit einem sehenswerten Schlenzer, in der 52.  Minute, an der Latte. Eine Minute später sollte es die nächste Möglichkeit in Überzahl geben, nachdem Bassen einen völlig unnötigen Bandencheck fuhr. Ganze elf Sekunden brauchte Köppchen, um das Ergebnis, auch zum Endstand, auf 7:2 aus Hamburger Sicht zu erhöhen. Nach einem scheinbar gut eingespielten Spielzug drehte sich Wolf mit dem Rücken zum Tor, spielt die Scheibe durch den Torraum, wo der Verteidiger dann exzellent stand, um den Puck über die Linie zu drücken.

Torchancen, die jetzt noch nennenswert wären, gab es keine mehr und somit konnte man den deutlichsten Sieg in dieser Saison einfahren. Nachdem Augsburg seit nunmehr 4 Spielen sieglos ist, freut man sich in Hamburg über die selbige Statistik, allerdings wurden da die vergangenen 4 Partien gewonnen. Ein wesentlicher Faktor für den Sieg war die Disziplin. Insgesamt zog man nur fünf Strafen, bei Augsburg waren es acht. Entsprechend war natürlich auch das Powerplay durchaus entscheidend für diesen Erfolg. Drei der sieben Treffer konnte man in Überzahl erzielen und schob sich somit in der Statistik auch einen Rang nach vorne.
Ob der Sieg auch so hoch ausgefallen wäre, wenn Ehelechner komplett fit gewesen wäre, ist natürlich eine andere Geschichte, jedoch hat man sich die drei Punkte durch präsentes Auftreten verdient und reist nun mit der optimalen Ausbeute zurück nach Hamburg, wo am Sonntag das Spiel gegen den ERC Ingolstadt ansteht.
Mit denen hat man nach der herben Pleite zu Saisonbeginn ja auch noch eine Rechnung offen…

Autor: Julian Hansen

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